Kirchspiel Grünheide

 

Beschreibung des Kirchspiels

 

Dr. Walter Grunert schreibt im Ostpreußenblatt 1953 einen Reisebericht, der in wunderbarer Weise die Sehenswürdigkeiten des Landkreises Insterburg dokumentiert sowie Land und Leute beschreibt. Nachfolgend ein Auszug, welcher die Höhepunkte des Kirchspiel Grünheide erwähnt :

 

   ..."Nun paß Du lieber auf Deinen Weg auf. Jetzt kommt die Großbahn nach

    Tilsit! Wir sind in Grünheide. Den hohen Kirchturm habe ich schon lange

    gesehen."

   "Die Kirche  sieht ganz neuzeitlich aus."

   "Ist sie auch. Das Kirchspiel besteht erst seit 1846 und die Kirche ist 1861 im

   Ziegelrohbau fertig geworden. Das Schiff ist sechzehn Meter hoch und bietet weit

   über tausend Besuchern Platz. Wir fahren geradeaus weiter, wollen bei Seßlaken

   die Inster erreichen und damit die schöne aussichtsreiche Straße von Breitenstein

   nach Georgenburg am Rande des Urstromtales. Sieh, da drüben liegt schon

   Striegengrund oder Pelleningken, wie es früher genannt wurde" .... [1]

 

 

Entwicklung der Ortsnamen: 

 

Im Kirchspiel Grünheide gab es 31 alte gültige Ortsnamen, davon gingen durch Umbenennung und Eingemeindung 21 Ortsnamen unter: 

 

  • bis 1905:  3
  • in 1931:    1
  • in 1936:    3
  • in 1938:  12
  • in 1939:    2

 

Hinzu kamen 15 neue Ortsnamen, wovon aber 1938 3 wieder fortfielen. Somit gab es Im April 1939 gab es noch 22 Ortsnamen, von denen 18 als Gemeindenamen und 4 für Ortsteile dieser Gemeinde stehen [2].

 

Liste  aller Orte, Gemeinden und Gutsbezirke des Kirchspiels Grünheide, sowohl ehemaligen und aktuelle Namen:

 

 

Verzeichnis der Ortsnamen

 

Abschruten, Antargen, Argenquell, Berszienen, Bessen, Brachenfeld (Ostr.), Bublauken, Budupöhnen, Budupönen, Burchardsbrück, Dirsen, Dröschdorf, Forsthaus Neuteich, Försterei Mohlen, Försterei Werxnen, Franzdorf, Gaidschen, Gaidszen, Gaydschen,Gaydzen, Geydischken, Groß Franzdorf, Grünacker, Grünheide (Ostpr.), Honigsberg, Januschken, Klein Franzdorf, Klein Mohlen, Kneiffen, Lasdehnen, Lepkehmen, Lidimmen, Lindenhöhe, Lockszillen, Löbkehmen, Medukallen, Mittenwalde, Mohlen, Moulienen, Neuteich (Forsthaus), Ossaquell, Perkunischken, Perkunsfelde, Pesseln, Pillwogallen, Pladehlen, Pladden, Saslauken, Saszlagken, Saszlauken, Seszlacken, Sirandzen, Skardienen, Skerdienen, Sziedlauken, Szierandszen, Schattenau, Schattlauken, Scherden, Schiedlauken, Schierandschen, Schierheide, Schulzenhöhe, Stanken, Uszwarlen, Warlen, Wascheningken, Waszeningken, Waszeninken, Werxnen (Försterei), Wiesenblick, Wittgirren 

 


[1]aus: "Rundreise durch den Landkreis Insterburg", Dr. Walter Grunert, Das Ostpreußenblatt, Jahrgang 4 / Folge 22 vom 5. August 1953, Seite 11/12 [http://archiv.preussische-allgemeine.de/1953/1953_08_05_22.pdf]

[2] Das Kirchspiel Grünheide aus  Der Landkreis Insterburg Ostpreußen - ein Ortsnamen-Lexikon, Kurt Henning und Charlotte geb. Zilius, Grasdorf-Laatzen, 1981

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